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 Das Schultergelenk

Das Schultergelenk ist das Gelenk des Körpers mit dem größten Bewegungsausmaß. Dies begründet unter anderem auch unsere herausragende Stellung in der Entwicklungsgeschichte des Lebens. Die Beweglichkeit wird durch ein knöchern nur sehr locker geführtes Kugelgelenk erreicht, welches seine Stabilität erst dem komplizierten Zusammenspiel von Haltebändern, Kapsel und Muskeln verdankt. Diese anatomische Sonderstellung macht die Schulter verletzungs- und verschleißanfällig. Das Schultergelenk kugelt daher auch am häufigsten aus.

 Das Ellenbogengelenk

Das Ellenbogengelenk ist ein sehr stabiles Gelenk aus drei Gelenkpartnern. Es ermöglicht eine Scharnierbewegung zwischen Oberarm und Elle sowie die Umwendbewegungen zwischen Elle, Speiche und Oberarm. Die Stabilität gewinnt das Gelenk aus der knöchernen Führung, dem straffen Kapsel-Band-Apparat und der gelenkübergreifenden Muskulatur. Der Ellenbogen ist dennoch das Gelenk, das am zweithäufigsten auskugelt.

Die Verletzungen und Erkrankungen des Ellenbogens sind meist komplexer Natur. Das Verständnis der einzelnen Krankheitsbilder ist für eine erfolgreiche Therapie eine maßgebende Voraussetzung. Insbesondere die anatomische Nähe zu den Nerven und Gefäßen aber auch der komplexe knöcherne Aufbau stellen besondere Anforderungen an den Operateur.

Diagnostisch stehen neben der klinischen Untersuchung das konventionelle Röntgenbild, die Sonographie, die Kernspin- und die Computertomographie zur Verfügung.