Klinische Forschung

Klinische Forschung

Klinische Forschungsprojekte sind notwendig, um neue Therapieverfahren zu entwickeln und bestehende Versorgungsformen zu überprüfen und zu verbessern.

Die Projekte entstehen durch klinische Fragestellungen der Ärzte aus der täglichen Praxis oder im Rahmen der Entwicklung von Arzneimitteln und Medizinprodukten durch kommerzielle Auftraggeber.

 Projekte Orthopädie / Unfallchirurgie

Assistives Robotiktraining nach Oberarmfraktur – eine randomisiert kontrollierte Interventionsstudie, Prof. Peter Augat

Im Rahmen dieser  Studie soll ein neues Therapieverfahren mit einem assistiven Trainingsroboter, der die Armbewegung durch Gewichtsentlastung unterstützt und mit Hilfe von Bewegungsspielen trainiert im  Vergleich zur üblichen Rehabilitation auf seine Wirksamkeit getestet werden.
Die Studie wird mit 60 Patienten an drei Zentren in Deutschland, Stuttgart, Murnau und Ludwigshafen, durchgeführt.
Als Studienergebnis wird die Funktion der Schulter mit Hilfe eines standardisierten, subjektiven Erfassungsbogens zur Schulterfunktion (Disabilty of arm, shoulder and hand, DASH) vor der ersten Rehabilitationsmaßnahme und 3, 6 und 12 Monate nach Auftreten der Fraktur abgefragt.

Klinischer Verlauf und Ausheilungsergebnisse bei  Beckenfrakturen
Untersuchung der chirurgischen Versorgung der Acetabulumfrakturen, Prof. Dr. med. Mario Perl, Lisa Wenzel

In dieser Studie sollen Informationen für die optimale operative Versorgung von Patienten mit Acetabulumfrakturen gewonnen werden. Hierfür soll eine vergleichende Untersuchung der operativen Zugangswege mittels ilioinguinalen-, Kocher-Langenbeck Zugang und pararectalen Zugang erfolgen.
Untersucht werden ca. 200 Patienten. Retrospektiv werden die Gelenkstufe, die Femurkopfdislokation sowie intra- und postoperative Komplikationen ausgewertet. Die Langzeitfunktion wird mittels Fragebögen zur Funktion und Lebensqualität nach 3, 6, 12 und 24 Monaten postoperativ nachuntersucht.

 Projekte Rückenmarksverletzungen

Projekte Rückenmarksverletzungen

 Projekte Septische Chirurgie

Differenzierung zwischen aseptischer Pseudarthrose und Infektpseudarthrose anhand molekularbiologischer, histopathologischer und laborchemischer Kriterien, Dr. med Matthias Militz, Dr. med. Simon Hackl

In dieser Studie sollen die Unterschiede zwischen aseptischer Pseudarthrose (=Falschgelenkbildung) und Infektpseudarthrose untersucht werden.
Bei 120 Patienten aus 9 Zentren in Deutschland, die wegen einer Pseudarthrose eines langen Röhrenknochen operiert werden wird das Blut, die bakteriellen Eigenschaften und die Gewebebeschaffenheit auf verschiedene Faktoren im Labor untersucht.
Ziel ist es präoperative Diagnosekriterien für die unterschiedliche Ursache der Pseudarthrosen darzustellen.

 Projekte Rehabilitation

Untersuchung der Wirksamkeit der Hippotherapie in der neurologischen Rehabilitation bei Patienten mit Bewegungsstörungen nach Schädelhirntrauma, Dr. med. Katharina Wolf

In dieser Studie soll die Wirksamkeit der Hippotherapie (therapeutisches Reiten) im Vergleich zu konventionellen physiotherapeutischen Maßnahmen auf das Gleichgewicht und die Rumpfstabilität untersucht werden.
20 Patienten mit Schädelhirntrauma werden bezüglich Gleichgewicht und Rumpfstabilität mit Hilfe der Untersuchungsmethoden „Berg Balance Scale“ und „Trunk Impairment Scale“  nach Durchführung einer Hippotherapie bzw. nach konventioneller Physiotherapie nachuntersucht.