Pressestimmen

Erfolgreicher 8. Murnauer Intensivpflegetag – Großes Interesse an Weiterbildung

Murnau, 25. September 2017. Knapp 170 Teilnehmer und 20 Dozenten folgten der Einladung zum 8. Murnauer Intensivpflegetag in die BG Unfallklinik Murnau, darunter Fachpflegekräfte für Intensivpflege und Anästhesie aus Frankfurt am Main, Leipzig und Dresden sowie aus Österreich und der Schweiz. Zudem haben 17 Aussteller rund um Verbandstechnik, Lagerungsmaßnahmen, Tubusfixierungen und Stoma die Industrieausstellung begleitet. „Dass aus der ersten Idee vor acht Jahren nun eine Tradition geworden ist, freut uns sehr. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Bildungszentrum für Pflegeberufe haben mit viel Engagement das Tagungsprogramm erstellt, Referenten angefragt und die Organisation abgestimmt“, begrüßte Sarah Heinze, Geschäftsführerin der BG Unfallklinik Murnau, die Teilnehmer des Intensivpflegtages.

Der Arbeitsalltag des Pflegepersonals wandelt sich stetig. Insbesondere Fachpflegekräfte für Intensivpflege und Anästhesie arbeiten in einem Spannungsfeld zwischen Hightech und Lowtech. Auf der einen Seite begegnet ihnen Hightech in der Maximalversorgung, beispielsweise auf der Intensivstation. Auf der anderen Seite steht Lowtech, wie etwa bei der Mobilisation eines Patienten nach einer Operation. Fort-, Aus- und Weiterbildung nimmt deshalb einen immer höheren Stellenwert im Berufsalltag ein. Deshalb bot der Intensivpflegetag den Fachpflegekräften auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, ihre Fachkompetenzen weiter auszubauen.

„Gerade im Intensivbereich nimmt die berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit einen hohen Stellenwert ein. Die Fachqualifikation der Pflegenden ist dabei von großer Bedeutung, denn sie ist eine wirksame Möglichkeit, dem Fachkräftemangel zu begegnen“, erklärte Peter Schersach, Pflegedienstleitung der BG Unfallklinik Murnau, in seiner Eröffnungsrede. Im anschließenden Vortrag „Selbstbestimmung – Ist die Würde unantastbar?“ referierte Prof. Dr. phil. Christian Rester von der Hochschule Deggendorf über die Bedeutung des Willens der Patienten. Im Anschluss haben sich die Teilnehmer in neun Workshops zu sieben verschiedenen Themen mit den Referenten ausgetauscht: Trachealkanülenmanagement, Prävention der beatmungsassoziierten Pneumonie, Megacode Training, Schockraummanagement, Wärmemanagement in der Anästhesie, Klinischer Ablauf einer Organspende sowie Kinderanästhesie standen auf dem Programm. Das Interesse an den praktischen Kursen war so groß, dass einige bereits im Juli ausgebucht waren.

Im abschließenden Plenum berichteten Dr. Michael Ebenhoch, Leiter der Stabstelle Hygiene, Klinische Infektiologie & Mikrobiologie der BG Unfallklinik Murnau, Arne Trumann und Rita Hofheinz von ihren Erfahrungen in der Behandlung einer Sepsis – aus Sicht eines Mediziners, eines Patienten und einer Angehörigen. Am Ende der Veranstaltung wurde zudem eine Führung durch die Bereiche der Akutpflege angeboten. Die Organisatoren freuten sich über das positive Feedback der Teilnehmer und starten bereits mit den Vorbereitungen der Folgeveranstaltung. Der 9. Murnauer Intensivpflegetag wird am 17. September 2018 stattfinden.

  Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Lisa Schwede

Leiterin Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

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