Pressestimmen

Erweiterte Forschungskooperation – Künftig direkter Zugang zu Ergebnissen der Grundlagenforschung für Murnauer Patienten mit Rückenmarkverletzungen

2019 feiert das Murnauer Zentrum für Rückenmarkverletzte seinen 50. Geburtstag. Zu Beginn des neuen Jahres 2020 konnte nun ein erweiterter Kooperationsvertrag zwischen der BG Unfallklinik Murnau und der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) Salzburg unterzeichnet werden: Rückenmarkgeschädigte Patienten des Murnauer Traumazentrums profitieren künftig von einer noch besseren Versorgung und von neuesten Ergebnissen aus der Grundlagenforschung.

Die Forschung an der BG Unfallklinik Murnau folgt zwei wichtigen Maximen. Sie richtet sich im Sinne des Versorgungsauftrags der gesetzlichen Unfallversicherung primär am Nutzen für die behandelten Patienten aus und sie bringt die Expertise vieler Spezialisten unterschiedlichster Disziplinen systematisch zusammen. Als akademisches Lehrkrankenhaus der PMU Salzburg schafft die Klinik eine weitere Verbindung- nämlich die von praxisbezogener Forschung und der Anwendung von praxisnaher Lehre. „Mit der Erweiterung der bestehenden Kooperation um das Teilprojekt „ParaMove“ verbinden wir mit der hohen Expertise beider Partner in bisher einzigartiger Weise Grundlagenforschung mit der klinischen Anwendung und schaffen so eine direkte Translation von der Forschung in die Klinik“, erklärt Dr. Doris Maier, Leiterin des Zentrums für Rückenmarkverletzte. „Die umfassende Behandlung von Verletzungen des Rückenmarks hat seit 50 Jahren einen hohen Stellenwert in unserer Klinik und wurde von der Zentrumsgründung bis heute stetig ausgebaut. Dabei steht immer der Patient im Vordergrund. Ein streng ganzheitlicher Behandlungsansatz ermöglicht eine Versorgung  aus einer Hand vom Unfallort bis zur Wiedereingliederung“, führt Dr. Maier weiter aus.

Die regenerative Medizin stellt einen zentralen Forschungsschwerpunkt der PMU Salzburg dar. Mit dem Ziel der verbesserten Versorgung von rückenmarkgeschädigten Patienten durch einen direkten Transfer von wissenschaftlichem Know-How an die Klinik und somit zum Patienten arbeiten beide Kooperationspartner im Rahmen des Projektes „ParaMove“ künftig eng zusammen. Gleichzeitig wird das wissenschaftliche Leistungsspektrum der PMU Salzburg um die herausragende Murnauer Expertise in der querschnittspezifischen klinischen Forschung erweitert. „Vielversprechende Forschungsergebnisse sollen dabei dann unmittelbar der klinischen Testung zugeführt werden, wodurch unsere Patienten auf direktem Wege von den Erkenntnissen der Wissenschaft werden profitieren können“, fasst Dr. Maier den Schwerpunkt der Kooperation zusammen. 

Das Ziel dieser gemeinsamen Arbeit ist die Entwicklung möglicher neuer Behandlungspfade in der Rückenmarkmedizin. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg freut sich, ihre in der mehr als sieben-jährigen Forschungstätigkeit, vor allem im Grundlagenbereich gewonnenen, beachtlichen Ergebnisse in das künftige Projekt einbringen und mit einem sehr potenten klinischen Partner wie der BG Unfallklinik Murnau gemeinsam neue Wege in der Behandlung von querschnittverletzten Patienten beschreiten zu können.   

Auf dem Bild sind von links nach recht zu sehen: 

Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Fabian Stuby, Leitende Ärztin des Zentrums für Rückenmarkverletzte Frau Dr. Doris Maier, Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Sarah Heinze, Geschäftsführerin der BG Unfallklinik Murnau und Univ.- Prof- Dr. Ludwig Aigner

  Pressesprecherin

Maria Mayer

  08841 48-4484 presse@bgu-murnau.de