Akutpflege

Akutpflege

In den Akutbereichen der BG Unfallklinik Murnau ergibt sich für den Pflegedienst ein sehr breites Einsatzspektrum. Pflegekräfte begleiten die Therapiekette der Notfallmedizin beginnend mit der Luftrettung am Unfallort, den Transport zur Klinik und die Weiterversorgung in den Abteilungen Notfallambulanz, Anästhesie, interdisziplinäre Intensivstationen 123 und 133, Druckkammerzentrum und IMC. Traumatologische, neurologische, internistische und septische Notfallpatienten sowie Brand- und Tauchunfälle werden behandelt.

 Intensivstationen

Intensivzentrum 123

Die Station 123 ist eine interdisziplinäre Intensivstation, mit 21 Beatmungsplätzen.
Der Behandlungsschwerpunkt ist die spezielle Pflege von Patienten mit Wirbelsäulen- und Rückenmarksverletzungen, besonders Patienten mit hohen Halsmarkverletzungen und Schweren Brandverletzungen. Die Patientenzimmer sind auf die besonderen Bedürfnisse des Wirbelsäulen- u. Rückenmarksverletzten eingerichtet.

Ausstattung für Wirbel- und Rückenmarksverletzte

  • 11 Intensivbetten
  • Liftersysteme
  • Umfeldsteuerungssysteme
  • Bedienung der Patientenklingel, TV/Radio und Lichtsteuerung über ein Mundstück

Ausstattung Brandverletztenzentrum

  • 3 Einzelzimmer
  • Pflegearbeitsbereich
  • Spezielles Narkosebad

Intensivzentrum 133

Die Station 133 ist eine interdisziplinäre Intensivstation mit 22 Beatmungsplätzen.
Im Jahr werden hier rund 240 beatmete, kritisch kranke Patienten betreut.

Behandlungsschwerpunkte sind Patienten der Neurochirurgie, Unfallchirurgie und Polytrauma, der Septischen Chirurgie und Patienten mit Internistischen Erkrankungen.

Für isolationspflichtige Patienten stehen fünf spezielle Isolationszimmer zur Verfügung.

Allgemeine Inhalte der Akutpflege

  • Erstversorgung von Patienten
  • Chirurgische und plastische Wund- und Stützverbände
  • Wund- und Schmerzmanagement
  • Verschiedene Cast Verbandtechniken
  • Moderne Konzepte wie Bobath und Basale Stimulation
  • Begleitung der Angehörigen beim Patientenbesuch und Integration in den Patientenalltag

Spezielle Pflegeinhalte

  • Invasive und nichtinvasive Beatmungstherapie
  • Nierenersatzverfahren
  • Hämodynamisches Monitoring
  • Neurochirurgisches Monitoring / Hirndruckmonitoring
  • IntraAortale BallonPumpe (IABP)

Pflege von Schwerbrandverletzten

  • Umkehrisolation zum Schutz des Patienten
  • Umfangreiches Wundmanagement
  • Narkosebäder zur Wundreinigun
 IMC

Intermediate Care (IMC)

Die IMC ist ein Bindeglied zwischen einer Intensivstation und einer Normalstation. Durch die Zusammenführung von überwachungspflichtigen und/oder besonders pflegeintensiven Patienten kommt es zu einer spürbaren Entlastung beider Bereiche.

Ausstattung

  • 14 Überwachungsplätze mit einem Patientenmonitor zur Überwachung der Vitalparameter 
  • Infusions- und Spritzenpumpen zur Infusionstherapie

Der Schwerpunkt liegt bei der Versorgung und Überwachung von Patienten mit neurochirurgischen-, neurologischen- und internistischen Erkrankungen. Insbesondere Patienten

  • mit Schädelhirntrauma bis zur Übernahme in eine Rehaeinrichtung
  • mit chronisch Subduralem Hämatom
  • mit Schlaganfall
  • mit akutem Myocardinfarkt
  • nach Linksherzkatheter- Eingriffe
  • nach Pulmonalvenenisulation (PVI)
  • mit Gastroenterologische Erkrankungen
  • Intoxikation
 Anästhesie

Neben den 13 OP- Säalen betreut die Anästhesiepflege zusätzlich auch 8 Außenbereiche mit Diagnostik und speziellen Einsatzbereichen.

  • 2 Schockräume
  • Herzkatheterlabor
  • Angiographie
  • Computertomographie
  • Magnetresonanztomographie
  • Extrakorporale Stoßwellen-Lithotrypsie (ESWL)
  • Notfallambulanz
  • Brandverletzen-Bereich mit Narkosebad
  • Aufwachraum

Wie in allen Abteilungen des Akutpflegebereichs unterstützen Pflegeassistenten das Pflegeteam.

 Zentrale Notaufnahme

Die Zentrale Notaufnahme der BG Unfallklinik Murnau ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr aufnahmebereit. Für eine medizinische kompetente Erstversorgung steht ein Team aus allen relevanten Fachbereichen und der Pflege bereit. Durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen wird eine schnelle Diagnostik und optimale Therapie gewährleistet. Die BG Unfallklinik Murnau stellt ein überregionales Traumazentrum dar und ist Teil des Traumanetzwerks München Süd. 

Zur Erstversorgung der Notfallpatienten stehen 6 moderne Behandlungsräume und 2 Schockräume zur Verfügung. Im Jahr werden ca. 400 polytraumatisierte Patienten versorgt. Sowohl ärztliche als auch pflegerische Mitarbeiter sind ausgebildet in Advanced Trauma Care Nurse und Advanced Trauma Life Support.

Spezielle Pflegeinhalte

Zu den pflegerischen Schwerpunkten zählen:

  • Erstversorgung von Patienten nach dem eingeführten Tragekonzept
  • Anspruchsvolle Schockraumversorgung nach ATLS® und ATCN®
  • Anlage von chirurgischen und plastischen Wund- und Stützverbände
  • Anlage komplexer Cast und Verbandtechniken

 

 

 Luftrettung

Die Fachgruppe Luftrettung besteht aus sieben Mitarbeitern, die von den Anaesthesie- / Intensivabteilungen für den Luftrettungsdienst freigestellt sind und im Zweischichtsystem den Hubschrauberdienst absolvieren. Die Mitarbeiter besitzen die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivmedizin, sind ausgebildete Rettungsassistenten und Helicopter Emergency Medical Service Crew-Member (HCM).

Durch das breite Einsatzspektrum des Hubschraubers Christoph Murnau sind Erfahrung im Anästhesie- und Intensivbereich sowie im Rettungsdienst Voraussetzung für die Teilnahme am Luftrettungsdienst.

Der Arbeitsplatz auf der Hubschrauberstation gehört zum Fachbereich der Anästhesie- und Intensivpflege.

Zusätzliche Aufgaben der HEMS Crew-Member

  • Planung von Helicopter Emergency Medical Service-Flügen
  • Navigation mit Verwendung von Navigationshilfen
  • Ablesen von Instrumenten
  • Anwendung der Checklisten bei Betrieb des Hubschraubers sowie bei Notverfahren zur Unterstützung des Piloten
  • Betankung des Hubschraubers
  • Bedienung der Funkausrüstung VHF (Flugfunk)
  • Absichern und Sichtkontrolle des Hubschraubers bei Start und Landung

Ausbildung zum HEMS Crew Member

Vorraussetzungen

  • 3 jährige Krankenpflegeausbildung
  • Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivmedizin
  • Rettungsassistent/ in mit mind. 3jähriger Berufserfahrung
  • Mindestens 1 Jahr Praxis auf einer Intensiv- oder Anaesthesieeinheit im Hause

Nach Aufnahme in deas Team werden noch folgende Weiterbildungen absolviert:

Weiterbildungen

  • HEMS Crew Member Grundlehrgang:
    Es werden Grundkenntnisse der Luftrettung, Flugphysiologie, Navigation und Hubschraubertechnik erlernt.
  • Jährlicher HEMS Refresher:
    Die erworbenen Grundkenntnisse werden aktualisiert und Neuerungen vermittelt.
  • Teilnahme am Bergwachtlehrgang Sommer / Winter:
    Es werden grundlegende Kenntnisse der Verletztenbergung im Gebirge, Verhalten in unwegsamen Gelände, Sicherungstechniken und Lawinenkunde erlernt.
  • Alpines Sicherheitstraining Sommer und Winter:
    Die erworbenen Grundkenntnisse werden aktualisiert und spezialisiert.
  • Jährliches Windentraining im Gebirge:
    Standardisierte Verfahren der Windenrettung werden in Zusammenarbeit mit der Bergwacht anhand von aktiven Übungen durchgeführt und aktualisiert. In regelmäßigem Turnus auch im Simulationszentrum der Bergwacht Bayern.
  • Alle 3 Jahre Windentraining Gewässer:
    Da sich die Verfahren von der Windenrettung im Gebirge unterscheiden, wird die Bergung aus Gewässern simuliert.
  • ACRM (Aeromaedical Crew Resource Management) Training:
    Alle Besatzungmitglieder in der Luftrettung werden im fachkompetenten Umgang innerhalb des Teams geschult, um die Flugsicherheit und das Qualitätsmanagement zu optimieren.
  • Kurs Intensivtransport nach DIVI:
    Besonderheiten und Anforderungen des Interhospitaltransfers werden erlernt.

Spezielle Pflegeinhalte

  • Hubschrauberdienst im Zweischichtsystem durch Mitarbeiter, die über die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivmedizin verfügen sowie ausgebildete Rettungsassistenten und Helicopter Emergency Medical Service Crew-Member (HCM) sind
  • Intensivtransport
  • Primär- und Sekundäreinsätze
  • Windenrettung bei Gebirgs- und Lawineneinsätzen sowie Wasserrettungsmaßnahmen mit der Rettungswinde
 Druckkammerzentrum

Pflege im Bereich HBO / Druckkammer

  • Betreuung, Überwachung, Begleitung und Einweisung der Patienten vor, während und nach der Behandlung in der Druckkammer
  • Fortführung der Intensivpflege bei Intensivpatienten
  • Assistenz bei ärztlichen Tätigkeiten wie z.B. Otoskopie u. Spirometrie
  • Überwachung und Kontrolle der gesamten technischen Anlage
  • Pflegerische Versorgung von stationären Patienten mit postoperativen Schmerzkathetern
  • Pflegerische Verantwortung für die Umsetzung des nationalen Expertenstandards „Schmerzmanagement“ an der BG Unfallklinik Murnau

 

Spezielle Pflegeinhalte

Der Umfang der theoretischen Grundlagen wird maßgeblich durch das EBAss / ECHM Resources Manual bestimmt.

Diese werden durch die im Haus abgehaltenen Kurse vermittelt:

• Druckkammerbediener bzw. European Certified Hyperbaric Chamber Operator

• Hyperbarmedizinische Pflegekraft bzw. European Certified Hyperbaric Registered Nurse

• Intensivpflegekraft für Hyperbarmedizin

Die Kurse werden jeweils mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen.

Die Inhaltsschwerpunkte der Ausbildungen sind die Themenfelder Physik, Druckkammertechnik, Tauch- und Überdruckmedizin, Hygiene und Notfallbehandlungen unter Hyperbaren Bedingungen, Schmerztherapie. Ausführliche praktische Anleitungen begleiten die Ausbildungen.

 

 

 Bobath-Konzept

Bobath-Konzept

Das Bobath-Konzept ist ein Pflege- und Therapiekonzept für Menschen mit Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, die mit Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen und Spastik einhergehen.

Insbesondere wird es bei Patienten mit Schlaganfall, intrazerebraler Blutung, Schädel-Hirn-Trauma und Erkrankung des Rückenmarks eingesetzt. Bei der täglichen Pflege am Patienten ist dieses Konzept Orientierungs- und Handlungsgrundlage um:

  • noch bestehende Fähigkeiten des Patienten zu erhalten
  • verloren gegangene sensomotorische Funktionen wieder anzubahnen und mit ihm neu zu erlernen
  • mit dem Patient die Kontrolle über Muskeltonus und Bewegungsfunktionen wieder zu erarbeiten

Das Team versucht diesen ganzheitlich im 24-Stunden-Management umzusetzen. Die Mitarbeiter werden in internen Fortbildungen durch ausgebildete Praxisbegleiter geschult und auf der Station am Patienten angeleitet.

 Basale Stimulation®

Die Basale Stimulation ist besonders für Patienten auf der Intensivstation mit neurologischen, neurochirurgischen Erkrankungen geeignet, die Probleme in der Eigenwahrnehmung und der Wahrnehmung ihrer Umwelt haben. Durch vibratorische, vestibuläre und somatische Stimulation erhalten Patienten Orientierung zu ihrem Körper. Somit können die Patienten ihren eigenen Rhythmus wiederfinden, Sinn und Bedeutung werden wieder Realität und sie können durch die eindeutige Stimulationen an frühere Erfahrungen anknüpfen.

Das Konzept Basale Stimulation® in der Pflege entspricht dem humanitären Menschenbild und baut auf entwicklungspsychologischer, neurophysiologischen, psychologischen und physiotherapeutischen Grundlagen auf.

Die Pflegekräfte der BGU Murnau werden in internen Fortbildungen durch ausgebildete Praxisbegleiter geschult und auf der Station am Patienten durch Mentoren angeleitet.

 LiN-Lagerung in Neutralstellung®

LiN-Lagerung in Neutralstellung® ist eine therapeutisch funktionelle Lagerung auf neurophysiologischer Basis. Dieses Konzept ist flexibel und individuell anwendbar, um in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen zu positionieren. Der Begriff Neutralstellung in der Bezeichnung LiN® leitet sich von der Grundidee des Konzeptes ab, denn bei LiN® werden die Körperabschnitte möglichst in einer Position zwischen Beugen und Strecken, Abspreizen und Kreuzen, Innen- und Außenrotation, d.h. in Neutralstellung positioniert. Dazu werden die Körperabschnitte mit alltagsüblichen Lagerungsmaterialien wie zum Beispiel Steppdecken und Kissen durch „Modellieren“ stabilisiert. Alle bekannten Positionen können im Sinne von LiN® modifiziert werden. Die üblichen Lagerungsprinzipien wie Indikationsstellung, Lagerungsintervalle und Positionswechsel sind integriert.

Im Unterschied zu herkömmlicher Lagerung 

  • positioniert  LiN® die Körperabschnitte möglichst günstig zueinander: Überdehnung und Verkürzung von Muskeln werden vermieden, die Gelenke sind in einer möglichst "neutralen" Stellung.
  • Die Körperabschnitte werden entgegen der Einwirkung der Schwerkraft stabilisiert.​
  • Paretische und spastische Körperabschnitte werden mit ausreichend Lagerungsmaterial stabilisiert.
  • Der Körper passt sich nicht der Unterlage an, sondern die Unterlage wird an den Körper angepasst und Hohlräume werden vermieden. Hierbei sind die Körperkonstitution, die Position und die eventuell bestehenden Kontrakturen begrenzende Faktoren

Ziele von LiN® sind die Verbesserung der Beweglichkeit, die Vermeidung von Druckgeschwüren, die Erleichterung von Eigenaktivitäten, die Reduktion von lagerungsbedingten Schmerzen und die Unterstützung bei der Behandlung von Kontrakturen durch spezielle Dehnlagerungen. Zudem fühlen Patienten sich wohler und finden Ruhe und Sicherheit.

 Delirmanagement

Das Delir ist eine akute Bewusstseinsstörung mit Zeichen der Aufmerksamkeitsstörung und mindestens einer zusätzlichen Störung von Orientierung, Kurzzeitgedächtnis Sprache und Wahrnehmung, typischerweise mit schwankendem Verlauf. Die Erfassung des Delirs ist notwendig, weil Intensivpatienten Gefahr laufen, ein Delir zu erleiden.

Im BG Klinikum Murnau wurde der CAM-ICU als Erfassungssystem im Rahmen der Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivfachpflege eingeführt. Dieses Erfassungssystem ist in kurzer Zeit durchzuführen und bezieht als einziges den Patienten aktiv in die Befragung ein. Zudem ist es ein sehr genaues Assessmentinstrument. Der Erfassungsscore wurde in das computergesteuerte Pflege-Dokumentationssystem implementiert.

 Schmerzmanagement

Das Pflegeteam des Druckkammerzentrums stellt den postoperativen Schmerzdienst sicher, der ärztlich und pflegeseitig täglich die Patienten mit Schmerzkathetern visitiert.

Spezielle Pflegeinhalte

  • Tägliche Patientenvisite mit Erhebung des Schmerzscores unter Zuhilfenahme der VAS-Skala
  • Beurteilung der Katheter-Einstichstelle und Entfernen des Schmerzkatheters im Bedarfsfall
  • Verbandswechsel der Katheter-Einstichstelle nach Standard
  • Bedienung der Geräte und Überprüfung der Gerätefunktion
  • Eiweisung und Schulung der Pflegekräfte im Hause
 Angehörigenintegration

Die moderne Notfall- und Intensivmedizin ermöglicht das Überleben schwerer Verletzungen und Erkrankungen. Damit verbunden haben sich in den letzten Jahren die Anforderungen sowohl für das Behandlungsteam als auch für Angehörige sehr verändert.

Patienten werden invasiver therapiert und sind oft über einen längeren Zeitraum vital bedroht. Parallel dazu steigt auch die Notwendigkeit einer modernen und individuellen Angehörigenintegration.

Ziel der Integration von Angehörigen in den Pflege- und Genesungsprozess ist:

  • die Aufwachphase des Patienten zu erleichtern und die Orientierung zu verbessern
  • die Arbeit des Pflegeteams transparenter zu gestalten
  • den besseren Umgang mit der Erkrankung und Situation des Patienten zu ermöglichen

Die Pflegekräfte der BG Unfallklinik Murnau versuchen auf die Bedürfnisse der Angehörigen nach den gegebenen Möglichkeiten einzugehen, indem sie Gespräche führen, Gespräche mit behandelnen Ärzten vermitteln und die Angehörigen in pflegerische Maßnahmen einbeziehen und ggf. darin anleiten.

 Personalentwicklungskonzept „Perspektiven“

Entsprechend unserem Personalentwicklungskonzept "Perspektiven" werden neue Kollegen systematisch begleitet. Angelehnt an das Stufen-Kompetenzmodell nach P. Benner sind die einzelnen Lernabschnitte der beruflichen Karriere beschrieben und aufeinander abgestimmt. Die Lerninhalte der einzelnen Fachbereiche sind deklariert, die Gespräche und Anleitungen werden protokolliert.

Mentoren, Praxisanleiter und Schichtleitungen sichern die theoretischen und praktischen Anleitungen. In ein- und mehrtägigen Lernmodulen werden komplementäre Pflegemethoden wie Bobath, Basale Stimulation® und LiN® geschult.  Weiter werden unter anderm Beatmungsverfahren, Angehörigenbetreuung, Megacode, Schockraumanagement und Schmerztherapie unterrichtet.

Ein wichtiger Schritt zum "Pflegeexperten" ist die an der BG Unfallklinik Murnau angebotene Weiterbildung zur Fachpflegekraft für Anästhesie, Intensiv- und Hyperbarmedizin. Ebenso werden hier Praxisanleiter und Schichtleiter ausgebildet.

Seit 2002 gibt es im Akutpflegebereich das Rotationskonzept. Mitarbeiterrotationen sind im Rahmen der Weiterbildungen üblich. Im Netzwerk des Klinikums werden auch Fachkursabsolventen langfristige und vielfältige Rotationskombinationen angeboten. Dadurch wird die abteilungsübergreifende kollegiale Zusammenarbeit gefördert, die Kompetenzen und Neigungen der Mitarbeiter unterstützt und die Durchführung von Behandlungsprozessen auch bei personellen Engpässen in einer Abteilung gesichert.

  Ansprechpartner

Peter Schersach

Sekretariat:
Marlies Simson

  0 88 41 / 48-26 79   0 88 41 / 48-22 47   pflegedirektion@bgu-murnau.de