Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)

Die Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) ist ein 2-tägiger Test mit 29 standardisierten funktionellen Leistungstests zu

  • Haltung und Beweglichkeit
  • Handkoordination
  • Fortbewegung und
  • statische Haltung

Ziel ist die realitätsgerechte Beurteilung der maximalen Leistungsfähigkeit, aber auch der Arbeitsmöglichkeiten sowie eine detaillierte Erfassung der körperlichen Fähigkeiten und Defizite. Darüber hinaus werden die Körperfunktionen und das Verhalten des Probanden von speziell geschulten Therapeuten beobachtet.

Indikationen

  • Überprüfung der Arbeits-/Berufs-/Erwerbs(un)fähigkeit in unklaren Fällen,
  • Medizinisch nicht eindeutig erklärbares Scheitern einer ABE,
  • Überprüfung der Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine konkrete Arbeitsplatzanforderung (Job-Match)
  • Gezielte Planung der weiteren medizinischen und beruflichen Rehabilitation

Bei Unklarheiten, ob eine EFL-Testung indiziert oder durchführbar ist, empfehlen wir vorab die ambulante Vorstellung der zu testenden Person in der Klinik.

 Voraussetzungen für die Durchführung
  • Die Funktionsbeeinträchtigung betrifft den Stütz- und Bewegungsapparat
  • Der medizinische Zustand ist stabil, d.h. die medizinische Diagnostik und Therapie sollte abgeschlossen und Mobilität ohne Hilfsmittel, sowie maximale Belastungsstabilität und ausreichende Kardio-pulmonale Belastbarkeit erreicht worden sein
  • Der Proband ist kooperationsbereit - im Idealfall
 Zugang zur Maßnahme
  • Anmeldung durch den Kostenträger nach vorgeschalteter Heilverfahrenskontrolle in der Unfallklinik Murnau, in der die Indikation einer EFL-Testung gestellt wird, idealerweise nach Rücksprache mit EFL-erfahrenen Ärzten.
  • Alternativ: Anmeldung durch den Kostenträger nach telefonischer Rücksprache mit der Leitenden Oberärztin gegebenenfalls nach Zusendung relevanter Akten.
  • Die Fragestellung sollte so konkret wie möglich formuliert werden. Eine telefonische Vorab-Besprechung zwischen dem zuständigen Rehamanager/Berufshelfer oder Sacharbeiter und der Leitenden Oberärztin ist möglich und gewünscht.
  • Es sollten genaue Informationen zur bisher ausgeübten konkreten beruflichen Tätigkeit bzw. zur angestrebten neuen beruflichen Tätigkeit vorliegen (Job-Match).
  • Zusammenhangsfragen sollten möglichst geklärt sein.

  Leitende Oberärztin

Sabine Drisch

Sekretariat :
Gabriele Zankl

  08841 48-2250   08841 48-2963 bg-reha@bgu-murnau.de   V-Card Sabine Drisch